Frankfurt,
06
Oktober
2020
|
15:47
Europe/Amsterdam

Weiterhin verhaltene Aktivität in den Top-5-Bürovermietungsmärkten

  • Flächenumsatz sank im ersten Halbjahr im Vorjahresvergleich um39,7 Prozent auf 1,54 Millionen Quadratmeter
  • Spitzenmieten weiterhin stabil auf Vor-Corona-Niveau
  • Leerstandsrate stieg kaum merklich um 0,1 Prozentpunkte auf 3,7 Prozent

In den ersten drei Quartalen 2020 wurden in den fünf wichtigsten Büromärkten Deutschlands 1,54 Millionen Quadratmeter neu vermietet oder an Eigentümer vergeben. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum ist dies ein Rückgang um fast 40 Prozent. Einen Rückgang gab es in allen fünf Top-Märkten. Während er in Frankfurt am Main mit 48 Prozent am deutlichsten ausfiel, war er in München mit 26 Prozent am geringsten. In der bayerischen Landeshauptstadt war das Vermietungsvolumen in den ersten drei Quartalen mit 464.000 Quadratmetern auch am größten. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Analyse des globalen Immobiliendienstleisters CBRE.

Carsten Ape, Head of Office Leasing Germany
Das rückläufige Vermietungsvolumen ist angesichts der aktuellen Krise keine Überraschung. Mit einer durchschnittlichen Leerstandsrate von 3,7 Prozent über die fünf Top-Städte hinweg ist der Markt aber noch immer äußerst gut aufgestellt.
Carsten Ape, Head of Office Leasing Germany
Dr. Jan Linsin, Head of Research Germany
Mit einem Anziehen der Wirtschaft dürften auch die Vermietungsaktivitäten wieder zunehmen.
Dr. Jan Linsin, Head of Research Germany

Zuletzt legte der ifo Geschäftsklimaindex für September um weitere 0,9 Punkte auf 93,4 Indexpunkte zu und zeigte, dass sich die Stimmung in den Unternehmen weiter verbessert und eine Erholung der Geschäftstätigkeit erwartet wird. Positive Signale kommen auch vom Arbeitsmarkt mit zuletzt wieder rückläufigen Arbeitslosenzahlen und einer sukzessiv zurückgehenden Kurzarbeit.

Leerstände steigen leicht

Die durchschnittliche Leerstandsrate stieg in den Top-5-Märkten im Vergleich zu den ersten drei Quartalen 2019 leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 3,7 Prozent. „Trotz dieses geringen Anstiegs des Leerstands sind vor allem moderne Flächen in begehrten Lagen noch immer Mangelware“, sagt Ape. Während die Leerstandsraten in Berlin (plus 0,3 Prozentpunkte auf 1,8 Prozent), München (plus 0,3 Prozentpunkte auf 3,0 Prozent) und Düsseldorf (plus 0,1 Prozentpunkte auf 6,9 Prozent) leicht anstiegen, gingen sie in Frankfurt (minus 0,2 Prozentpunkte auf 6,9 Prozent) und Hamburg (minus 0,1 Prozentpunkte auf 2,6 Prozent) sogar leicht zurück. Auch von den bis Ende 2021 in den Top-5-Städten entstehenden 2,3 Millionen Quadratmeter Bürofläche sind bereits 63 Prozent vorvermietet.

Stabile Mietniveaus im dritten Quartal

Die Spitzenmieten blieben im dritten Quartal stabil auf dem Vorquartalsniveau, im Jahresvergleich gab es in allen fünf Märkten leichte Zuwächse. Im Vergleich zu den ersten drei Quartalen 2019 stiegen sie in Frankfurt um 4,8 Prozent auf 44 Euro pro Quadratmeter und Monat, in München um 1,3 Prozent auf 39,50 Euro, in Berlin um 4,1 Prozent auf 38,00 Euro, in Hamburg um 4,8 Prozent auf 32,50 Euro und in Düsseldorf um 1,8 Prozent auf 28,50 Euro. Bei der gewichteten Durchschnittsmiete fiel das Bild differenzierter aus. Zwar gab es auch dort in München (plus 11,2 Prozent auf 21,68 Euro), Berlin (plus 8,6 Prozent auf 27,39 Euro) und Frankfurt (plus 8,4 Prozent auf 22,83 Euro) Anstiege, in Düsseldorf (minus 5,3 Prozent auf 15,69 Euro) und in Hamburg (minus 3,1 Prozent auf 16,95) war die gewichtete Durchschnittsmiete jedoch rückläufig. „Es zeigt sich, dass die Nutzer weiterhin bereit sind, für hochwertige Büroflächen die geforderten Marktmieten zu bezahlen. Die rückläufige Entwicklung in Hamburg und Düsseldorf lässt sich darauf zurückführen, dass größere Transaktionen zu niedrigeren Mietniveaus außerhalb der fast voll belegten Innenstadtlagen stattgefunden haben. Insgesamt ist das Mietniveau für moderne Büroflächen weiterhin stabil, wenngleich derzeit wieder mehr Incentives gewährt werden“, fasst Ape zusammen.

Ausblick auf das Gesamtjahr

„Für das Gesamtjahr erwarten wir in den Top-5-Bürovermietungsmärkten ein Vermietungsvolumen von circa zwei Millionen Quadratmetern“ prognostiziert Ape. „Damit wird der Markt zwar deutlich unter dem Vorjahresergebnis liegen, sich aber in etwa auf dem Zehn-Jahres-Durchschnitt bewegen. Angesichts der Krise und dem damit einhergehenden vorsichtigen Verhalten vieler Unternehmen bei der Anmietung neuer Flächen sowie der intensiven und teilweise kontrovers geführten Diskussion zum Thema Homeoffice wäre dies ein durchaus respektables Ergebnis. Festzuhalten bleibt aber, dass gerade hochmoderne Flächen – auch in den Bürotürmen – weiterhin stark nachgefragt sind.“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Weitere Informationen zu CBRE:

CBRE ist – in Bezug auf den Umsatz im Geschäftsjahr 2019 – der größte globale Immobiliendienstleister. Mit mehr als 100.000 Mitarbeitern in über 530 Büros steht CBRE Investoren und Immobiliennutzern als Partner für alle Immobilienbelange weltweit zur Seite.

CBRE bietet ein breites Spektrum an integrierten Dienstleistungen über den gesamten Lebenszyklus einer Immobilie: von der strategischen und technisch-wirtschaftlichen Beratung wie u. a. beim An- und Verkauf oder der An- und Vermietung, über die Verwaltung und Bewertung von Immobilien bis hin zum Portfolio-, Transaktions-, Projekt- und Facility-Management. CBRE bietet über alle Assetklassen hinweg maßgeschneiderte Beratung aus einer Hand.

Die CBRE Group, Inc. (NYSE:CBRE), ist ein Fortune-500- und S&P-500-Unternehmen mit Hauptsitz in Los Angeles, Kalifornien. Seit 1973 ist CBRE Deutschland mit seiner Zentrale in Frankfurt am Main vertreten, weitere Niederlassungen befinden sich in Berlin, Düsseldorf, Essen, Hamburg, Köln, München und Stuttgart. www.cbre.de

Ansprechpartner:

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Head of Office Leasing Germany
+49 69 17 00 77 11
carsten.ape@cbre.com

Dr. Jan Linsin
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jan.linsin@cbre.com