Frankfurt,
08
Oktober
2020
|
12:07
Europe/Amsterdam

Hotelinvestmentmarkt Deutschland weiter in der Schwebe

  • Hotelinvestmentvolumen sank im Vorjahresvergleich um 34 Prozent auf1,63 Milliarden Euro
  • Transaktionsvolumen des dritten Quartals lag 59 Prozent über dem Ergebnis des zweiten Quartals
  • Fokus auf Sicherheit: Core- und Core-Plus-Immobilien stellen mehr als 90 Prozent des Marktgeschehens
  • Projektentwicklungen werden wieder beliebter

Das Transaktionsvolumen am deutschen Hotelinvestmentmarkt belief sich in den ersten drei Quartalen auf 1,63 Milliarden Euro. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum ist dies ein Rückgang um 34 Prozent. Allein im dritten Quartal 2020 betrug das Investitionsvolumen hingegen 447 Millionen Euro – ein Anstieg um 59 Prozent verglichen mit dem zweiten Quartal 2020. Dies ist ein Ergebnis einer aktuellen Analyse des globalen Immobiliendienstleisters CBRE.

Olivia Kaussen, Head of Hotels Germany
Der Hotelinvestmentmarkt leidet nach wie vor unter den Auswirkungen der Pandemie. Es gibt aber auch positive Signale am Hotelmarkt –viele Hotels in Ferienregionen wie Nord- und Ostsee sowie in den Bergen hatten eine sehr erfolgreiche Sommersaison. Zudem konnten attraktive Städte wie beispielsweise Rostock, Dresden und Freiburg in den Sommermonaten mit Belegungsraten von über 60 Prozent punkten.
Olivia Kaussen, Head of Hotels Germany

Insgesamt ist ein relativ starker Rückgang in der durchschnittlichen Losgröße von 13 Prozent zu verzeichnen gewesen (von 24,9 auf 21,8 Millionen Euro), dies ist auch auf die Verteilung des Transaktionsvolumens nach Sternekategorie zurückzuführen. Der größte Anteil des Transaktionsvolumens floss in 4-Sterne-Hotels (57 Prozent), was einen leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahr darstellt, als 4-Sterne-Hotels noch 63 Prozent ausmachten. Der Trend geht eher zu Transaktionen im 3-Sterne-Segment, das als krisenresistenter gilt. Den stärksten Rückgang des Transaktionsvolumens erlebten die 5-Sterne-Hotels (minus 85 Prozent auf 23,5 Millionen Euro). „Die Investoren setzen derzeit auf Sicherheit und interessieren sich besonders für Core-Objekte. Zudem achten sie verstärkt auf die Quadratmeterpreise“, erläutert Kaussen. Daher fanden vermehrt Investments im Core-/Core-Plus-Segment statt. So stellten diese in den ersten drei Quartalen 2020 mehr als 90 Prozent des Transaktionsvolumens – im Vorjahreszeitraum waren es nur knapp 76 Prozent.

Nachdem der Marktanteil von Projektentwicklungen im zweiten Quartal auf 18,7 Prozent zurückging, stieg er nun im dritten Quartal wieder auf 27 Prozent an. „Das Interesse an Projektentwicklungen verdeutlicht das Vertrauen der Investoren in den Markt. Denn diese Käufer gehen davon aus, dass sich der Markt mittelfristig erholt und sich das Reiseverhalten wieder normalisieren wird“, sagt Kaussen.

Prognose für das Gesamtjahr

„Für das Gesamtjahr ist ein Investitionsvolumen von mehr als zwei Milliarden Euro realistisch“, prognostiziert Kaussen. „Mittel- bis langfristig sehen die meisten Akteure den Hotelinvestmentmarkt als grundsätzlich gesund an. Natürlich wird dieser auch nach Verfügbarkeit einer Impfung vermutlich nicht sofort wieder sein Vorkrisenniveau erreichen, aber wir sehen keine durchschlagenden Trends, die einer nachhaltigen Markterholung im Wege stehen.“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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