Düsseldorf,
09
Oktober
2020
|
09:13
Europe/Amsterdam

Düsseldorf: Bürovermietungsmarkt mit schwachem dritten Quartal; Investoren glauben weiter an das Büro

  • Flächenumsatz am Bürovermietungsmarkt sinkt im Vorjahresvergleich um42 Prozent auf 233.500 Quadratmeter
  • Moderater Anstieg der Spitzenmiete auf 28,50 Euro, Durchschnittsmiete sinkt leicht auf 15,69 Euro pro Quadratmeter
  • Investitionsvolumen steigt auf 2,69 Milliarden Euro
  • Spitzenrendite bei 3,00 Prozent auf Niveau des Vorquartals

In den ersten drei Quartalen 2020 wurde am Bürovermietungsmarkt des Marktgebietes Düsseldorf (Stadt Düsseldorf, Ratingen, Hilden, Erkrath und Neuss) eine Fläche von 233.500 Quadratmetern umgesetzt. Im Vorjahresvergleich war dies ein Rückgang von 42 Prozent. Im Stadtgebiet Düsseldorf sank der Flächenumsatz um insgesamt 46 Prozent auf 199.000 Quadratmeter. Bezogen auf das gesamte Marktgebiet wurde derweil ein Anstieg des Immobilieninvestitionsvolumens von elf Prozent auf aktuell 2,69 Milliarden Euro registriert. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Analyse des globalen Immobiliendienstleisters CBRE.

Hubert Breuer, Head of Office Leasing Düsseldorf
Mit dem Corona-bedingt sehr geringen Büroflächenumsatz im zweiten und dritten Quartal registriert Düsseldorf das schwächste Ergebnis seit dem Krisenjahr 2009.
Hubert Breuer, Head of Office Leasing Düsseldorf

Dabei blieben die Leerstände im Jahresvergleich weitgehend unbeeinflusst von Corona – mit nur einem leichten Anstieg von 0,1 Prozentpunkten auf 6,9 Prozent. Die Spitzenmiete im Marktgebiet stieg im Vorjahresvergleich leicht um zwei Prozent auf 28,50 Euro pro Quadratmeter, während die Durchschnittmiete im selben Zeitraum um fünf Prozent von 16,56 Euro pro Quadratmeter und Monat auf 15,69 Euro zurückging. Diese Entwicklung ist nicht primär den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie zuzuschreiben. Vielmehr wurden vor allem seitens der öffentlichen Hand großflächige Anmietungen zu Mietpreisen im mittleren Segment getätigt, wodurch der Wert gegenüber dem Vorjahr, das stark von hochpreisigen Anmietungen in Projektentwicklungen geprägt war, rechnerisch sinkt. „Nach wie vor sind Mieter durchaus gewillt, für moderne Flächen entsprechende Mieten zu zahlen“, erklärt Breuer.

Investitionsvolumen legt zu

Georg Hölz, Head of Investment Düsseldorf
Vor allem das Investitionsvolumen kann im ersten Dreivierteljahr 2020 überzeugen und übertraf noch einmal das gute Ergebnis des Vergleichszeitraums 2019.
Georg Hölz, Head of Investment Düsseldorf

Zu dem starken Ergebnis am Büroinvestmentmarkt mit 2,1 Milliarden Euro trugen nach den großen Transaktionen im ersten Halbjahr im gerade abgelaufenen Quartal vor allem Portfolioanteile aus städteübergreifenden Pakettransaktionen bei, so zum Beispiel die sich in Düsseldorf befindlichen Objekte Quatron, was in dem von Tristan Capital Partners von AEW übernommenen Portfolio enthalten war, sowie die Core-Immobilien, die durch Union Investment von Hines erworben wurden.

Im Jahresvergleich verzeichneten Portfoliotransaktionen entsprechend einen Anstieg von neun Prozentpunkten – von 25 Prozent auf aktuell 34 Prozent. Das Investitionsvolumen im Düsseldorfer Marktgebiet stieg im selben Zeitraum um elf Prozent von 2,43 Milliarden Euro auf aktuell 2,69 Milliarden Euro. Ein Großteil des Volumens entfiel auf Gewerbeimmobilien, welche einen Anstieg von 24 Prozent auf 2,55 Milliarden Euro verzeichneten. Der Anteil von Wohnimmobilien mit mehr als 50 Einheiten am Investitionsvolumen sank hingegen von 362 Millionen Euro in den ersten drei Quartalen 2019 um 61 Prozent auf aktuell 140 Millionen Euro. „Wohnimmobilien spielten auch in diesem Quartal nur eine untergeordnete Rolle, da zurzeit schlicht keine passenden Objekte am Markt verfügbar sind“, erläutert Hölz. Im bisherigen Jahresverlauf blieb die Spitzenrendite für Büroimmobilien stabil bei drei Prozent, sank im Vergleich zum dritten Quartal 2019 jedoch um 0,15 Prozentpunkte.

„Trotz der Pandemie bleibt der Düsseldorfer Büromarkt eine sichere und attraktive Anlaufstelle für internationale Investoren“, so Hölz. Ausländische Investoren steigerten ihren Anteil am Transaktionsgeschehen im Vergleich zu den ersten drei Quartalen 2019 und waren zuletzt für 29 Prozent des Transaktionsvolumens verantwortlich.

Prognose für das Gesamtjahr

„Im Gesamtjahr dürfte der Bürovermietungsmarkt ein Ergebnis um die 300.000 Quadratmeter erreichen und wird damit weiterhin die Zurückhaltung vieler Unternehmen in der aktuellen Krise spüren“, erwartet Breuer.

„Zwar geht die aktuelle Situation auch am Düsseldorfer Büromarkt nicht spurlos vorbei, die positive Entwicklung des Investitionsvolumens zeigt jedoch, dass langfristig keine Schwächung erwartet wird. Bis Jahresende stehen zudem mehrere Großabschlüsse an, daher gehen wir für das Gesamtjahr von einem Transaktionsvolumen von rund 3,5 Milliarden Euro aus. Begrenzender Faktor bleibt aber auch weiterhin der Produktmangel“, kommentiert Hölz.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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CBRE ist – in Bezug auf den Umsatz im Geschäftsjahr 2019 – der größte globale Immobiliendienstleister. Mit mehr als 100.000 Mitarbeitern in über 530 Büros steht CBRE Investoren und Immobiliennutzern als Partner für alle Immobilienbelange weltweit zur Seite.

CBRE bietet ein breites Spektrum an integrierten Dienstleistungen über den gesamten Lebenszyklus einer Immobilie: von der strategischen und technisch-wirtschaftlichen Beratung wie u. a. beim An- und Verkauf oder der An- und Vermietung, über die Verwaltung und Bewertung von Immobilien bis hin zum Portfolio-, Transaktions-, Projekt- und Facility-Management. CBRE bietet über alle Assetklassen hinweg maßgeschneiderte Beratung aus einer Hand.

Die CBRE Group, Inc. (NYSE:CBRE), ist ein Fortune-500- und S&P-500-Unternehmen mit Hauptsitz in Los Angeles, Kalifornien. Seit 1973 ist CBRE Deutschland mit seiner Zentrale in Frankfurt am Main vertreten, weitere Niederlassungen befinden sich in Berlin, Düsseldorf, Essen, Hamburg, Köln, München und Stuttgart. www.cbre.de

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