Frankfurt ,
06
April
2020
|
13:16
Europe/Amsterdam

Wohninvestmentmarkt Deutschland legte im ersten Quartal zu

 

- Transaktionsvolumen von 9,42 Milliarden Euro

 

- Reges Transaktionsgeschehen mit rund 120 Deals

 

- Ado/Adler Übernahme dominiert Transaktionsvolumen

Im ersten Quartal 2020 wurden am deutschen Investmentmarkt für Wohnimmobilien 9,42 Milliarden Euro angelegt. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist dies ein mehr als drei Mal höheres Transaktionsvolumen. Mit rund sechs Milliarden Euro ist ein wesentlicher Bestandteil des Transaktionsvolumens auf die Übernahme von Adler Real Estate durch Ado Properties zurückzuführen. Auch aus diesem Grund entfielen insgesamt rund 70 Prozent des Volumens auf Transaktionen über 100 Millionen Euro. Aber auch ohne die Übernahme stieg das Transaktionsvolumen um 17 Prozent. Zudem hat sich das Transaktionsgeschehen mit 120 Deals im Vergleich zum ersten Quartal 2019 mehr als verdoppelt. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Analyse des globalen Immobiliendienstleisters CBRE, für die Wohnimmobilientransaktionen ab 50 Wohneinheiten erfasst wurden.

Konstantin Lüttger, Head of Residential Investment Germany
Obwohl angesichts der aktuellen Situation einige Transaktionen vorerst ruhen, beurteilen wir den Wohnsektor insgesamt weiterhin positiv für alle Investorengruppen. Die Gründe dafür sind vor allem der stabile Cashflow des Marktes und eine geringe Volatilität verglichen mit Aktien und Anleihen.
Konstantin Lüttger, Head of Residential Investment Germany

Auch im Gegensatz zu den weiter sinkenden Renditen für risikoarme Staatsanleiten stellen Wohninvestments eine Fixed Income Alternative dar.

„Um ihre Markanteile weiter vergrößern zu können, sind auf der Einkaufsliste großer Investoren nun vermehrt Ankäufe von Projektentwicklungen und Projekteentwicklungsunternehmen zu finden, auch wenn wir diese nicht zu dem klassischen Transaktionsvolumen zählen. Vor diesem Hintergrund sind auch die Übernahmen von Bien Ries durch Vonovia und Teile der Isaria Wohnbau durch die Deutsche Wohnen zu verstehen“, erläutert Lüttger.

Mit 77.600 Wohneinheiten wurden mehr als dreieinhalb Mal so viele Wohnungen gehandelt als noch im ersten Quartal 2019. Der Preis pro Wohneinheit ist dabei um etwa zehn Prozent auf 121.400 Euro zurückgegangen und der Preis pro Quadratmeter um ungefähr vier Prozent auf 1.956 Euro.

 

Michael Schlatterer, Senior Director Residential Valuation
Diese gesunkenen Preise sind nicht mit allgemein steigenden Renditen zu verwechseln, sondern sind auf die Zusammensetzungen der Objekte in den gehandelten großvolumigen Portfolios zurückzuführen.
Michael Schlatterer, Senior Director Residential Valuation

Auswirkungen von COVID-19

CBRE erwartet, dass sich COVID-19 kurz- und mittelfristig negativ auf den Immobilienmarkt in Europa auswirken wird, sofern der Ausbruch in einem angemessenen Zeitrahmen unter Kontrolle gebracht wird. Die expansiven Ansätze der Europäische Zentralbank (EZB) und anderer Zentralbanken in der Geldpolitik deuten darauf hin, dass das Niedrigzinsumfeld wahrscheinlich noch länger anhalten wird. Darüber hinaus haben viele Regierungen weitere fiskalische Lockerungen begonnen. Die Kombination dieser beiden Maßnahmen dürften vielen Volkswirtschaften helfen, die ansonsten noch deutlich stärkere Auswirkungen auf ihre Wirtschaft zu befürchten hätten.

Dr. Jan Linsin, Head of Research Germany
Aufgrund der derzeitigen Situation können wir keine seriösen und belastbaren Prognosen für das Investitionsvolumen zum Jahresende 2020.
Dr. Jan Linsin, Head of Research Germany

„Wir verfolgen das aktuelle Marktgeschehen mit unseren Experten aus den verschiedenen Bereichen der Immobilienwirtschaft sehr genau, um unseren Kunden die richtigen Entscheidungshilfen in der von hoher Unsicherheit geprägten Zeit geben zu können.“

 

Wohnimmobilientransaktionen in Deutschland (ab 50 Wohneinheiten)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Markt für Wohnimmobilien in Deutschland

 

Ansprechpartner:

Konstantin Lüttger
CBRE GmbH
Head of Residential Investment Germany
+49 69 17 00 77 29
konstantin.luettger@cbre.com
 

Dr. Jan Linsin
CBRE GmbH
Head of Research Germany
+49 69 17 00 77 404
jan.linsin@cbre.com
 

Michael Schlatterer
CBRE GmbH
Senior Director Residential Valuation
+49 30 726 154 156
michael.schlatterer@cbre.com

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Weitere Informationen zu CBRE:

CBRE ist – in Bezug auf den Umsatz im Geschäftsjahr 2019 – der größte globale Immobiliendienstleister. Mit mehr als 100.000 Mitarbeitern in über 530 Büros steht CBRE Investoren und Immobiliennutzern als Partner für alle Immobilienbelange weltweit zur Seite.

CBRE bietet ein breites Spektrum an integrierten Dienstleistungen über den gesamten Lebenszyklus einer Immobilie: von der strategischen und technisch-wirtschaftlichen Beratung wie u. a. beim An- und Verkauf oder der An- und Vermietung, über die Verwaltung und Bewertung von Immobilien bis hin zum Portfolio-, Transaktions-, Projekt- und Facility-Management. CBRE bietet über alle Assetklassen hinweg maßgeschneiderte Beratung aus einer Hand.

Die CBRE Group, Inc. (NYSE:CBRE), ist ein Fortune 500- und S&P 500-Unternehmen mit Hauptsitz in Los Angeles, Kalifornien. Seit 1973 ist CBRE Deutschland mit seiner Zentrale in Frankfurt am Main vertreten, weitere Niederlassungen befinden sich in Berlin, Düsseldorf, Essen, Hamburg, Köln, München und Stuttgart. www.cbre.de