Frankfurt,
08
April
2019
|
09:45
Europe/Amsterdam

Produktmangel am Wohninvestmentmarkt Deutschland

  • Transaktionsvolumen im ersten Quartal von drei Milliarden Euro

  • Große Nachfrage lässt Renditen weiter sinken

  • Berliner Wohnungsbaugesellschaften fokussieren Neubau im Rahmen von Public Private Partnerships

Im ersten Quartal 2019 wurden am Transaktionsmarkt für Wohnimmobilien (ab 50 Einheiten) gut drei Milliarden Euro investiert. Damit liegt das Volumen 56 Prozent unter dem Ergebnis des ersten Quartals 2018, als die Übernahme der börsennotierten österreichischen Immobiliengesellschaft BUWOG durch die Vonovia für rund drei Milliarden Euro das Transaktionsvolumen bestimmte. Dies ist ein Ergebnis einer aktuellen Analyse des globalen Immobiliendienstleisters CBRE.

Konstantin Lüttger, Head of Residential Investment
Der im Vergleich zum Vorjahreszeitraum augenscheinliche Rückgang am Transaktionsmarkt bietet aufgrund des BUWOG-Deals von 2018 ein verzerrtes Bild. Zudem sehen wir eine gute Pipeline, die im weiteren Jahresverlauf auf den Markt kommen werden und so das Geschehen am Wohninvestmentmarkt antreiben dürften – auch wenn dieses Angebot der Nachfrage der Investoren dennoch nicht entsprechen wird.
Konstantin Lüttger, Head of Residential Investment

Dieser Nachfrageüberhang zeigt sich auch bei den Renditen. „Seit Sommer 2018 hat sich der Nachfrageüberhang weiter ausgedehnt. Insbesondere internationale Asset und Investment Manager drängen in den deutschen Wohnungsmarkt. In der Konsequenz sind die Renditen aller Risikoklassen weiter deutlich rückläufig.“, so Lüttger weiter.

Michael Schlatterer, Team Leader Valuation Advisory Services
Angesichts der ungebrochen hohen Nachfrage nationaler wie internationaler Investoren können wir bisher nicht beobachten, dass sich die öffentlichen Diskussionen um den Wohnmarkt, wie sie speziell in Berlin geführt werden, auf das Marktgeschehen auswirken.
Michael Schlatterer, Team Leader Valuation Advisory Services

Eine weitere Folge des Nachfrageüberhanges am Investmentmarkt ist, dass Objekte jenseits klassischer Wohnimmobilien an Bedeutung gewinnen. Dies gilt beispielsweise für Wohnheime, Mikrowohnungen und möbliertes Wohnen. „Damit folgen die Investoren einem Nutzertrend – die Nachfrage nach diesen Wohnangeboten ist aufgrund der Flexibilität, die sie bieten, groß – dafür werden auch die auf den Quadratmeter gerechnet höheren Mieten akzeptiert“, sagt Lüttger. „Auch Wohntürme werden bei Investoren immer beliebter, wobei sich die Objekte aufgrund der hohen Baukosten hauptsächlich auf Städte wie Berlin und vor allem Frankfurt konzentrieren.“

Wohnimmobilientransaktionen in Deutschland (ab 50 Wohneinheiten)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: CBRE Research, Q1 2019.

Markt für Wohnimmobilien in Deutschland

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: CBRE Research, Q1 2019.

 

 

Ansprechpartner:

Konstantin Lüttger
CBRE GmbH
Head of Residential Investment Germany
+49 69 17 00 77 29
konstantin.luettger@cbre.com

Michael Schlatterer
CBRE GmbH
Team Leader Valuation Advisory Services
+49 30 726 154 156
michael.schlatterer@cbre.com

Jan Schwarze
CBRE GmbH
Team Leader Research
+49 69 17 00 77 150
jan.schwarze@cbre.com

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Weitere Informationen zu CBRE:

CBRE ist – in Bezug auf den Umsatz im Geschäftsjahr 2018 – der größte globale Immobiliendienstleister. Mit mehr als 90.000 Mitarbeitern in über 480 Büros steht CBRE Investoren und Immobiliennutzern als Partner für alle Immobilienbelange weltweit zur Seite.

CBRE bietet ein breites Spektrum an integrierten Dienstleistungen über den gesamten Lebenszyklus einer Immobilie: von der strategischen und technisch-wirtschaftlichen Beratung wie u. a. beim An- und Verkauf oder der An- und Vermietung, über die Verwaltung und Bewertung von Immobilien bis hin zum Portfolio-, Transaktions-, Projekt- und Facility-Management. CBRE bietet über alle Assetklassen hinweg maßgeschneiderte Beratung aus einer Hand.

Die CBRE Group, Inc. (NYSE:CBG), ist ein Fortune 500- und S&P 500-Unternehmen mit Hauptsitz in Los Angeles, Kalifornien. Seit 1973 ist CBRE Deutschland mit seiner Zentrale in Frankfurt am Main vertreten, weitere Niederlassungen befinden sich in Berlin, Düsseldorf, Essen, Hamburg, Köln, München, Nürnberg und Stuttgart. www.cbre.de