Frankfurt,
03
April
2014
|
00:00
Europe/Amsterdam

Dynamischer Jahresauftakt am deutschen Büromarkt

Büroflächenumsatz in den Top 5-Märkten mit rund 580.000 Quadratmetern knapp 17 Prozent über Vorjahreswert // Mehrere Großdeals abgeschlossen // Leichter Leerstandsabbau und steigende Spitzen- und Durchschnittsmieten


Der deutsche Bürovermietungsmarkt verzeichnete in den fünf wichtigsten Märkten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg und München im ersten Quartal 2014 einen sehr dynamischen Start. Mit 580.400 Quadratmetern an Vermietungsleistung wurde laut Immobilienberatungsunternehmen CBRE ein Plus von 16,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum verzeichnet. Der Durchschnitt der letzten fünf Jahre wurde um knapp sechs Prozent überschritten. „Robuste Fundamentaldaten, Beschäftigungsaufbau in den Dienstleitungsbranchen und bereits 2013 initiierte Großdeals, die jetzt zum Abschluss kamen, sind für den schwungvollen Start im ersten Quartal verantwortlich“, erläutert Carsten Ape, Head of Agency Germany bei CBRE.

Top-Standorte durch Großvermietungen geprägt
Überproportional zulegen konnten aufgrund mehrerer Großdeals über jeweils 5.000 Quadratmeter dabei insbesondere Berlin (134.900 Quadratmeter, +58 Prozent) und Frankfurt (93.300 Quadratmeter, +31 Prozent). Der Zuwachs in Frankfurt ist im Wesentlichen auf die Anmietung von 32.000 Quadratmetern Bürofläche der Deutschen Bank für ihr neues Händlerzentrum in dem Sanierungs- und Neubauprojekt Main Zero an der Mainzer Landstraße / Ecke Weserstraße zurückzuführen.
Auch in München (164.600 Quadratmeter) trugen gleich sieben Großabschlüsse über 5.000 Quadratmeter, darunter Anmietungen im Osten Münchens durch BayWa, BrainLab und das Bayerische Ministerium für Gesundheit und Pflege zum Umsatzplus von rund sechs Prozent bei.
In Düsseldorf (79.100 Quadratmeter, +2 Prozent) und in Hamburg (108.500 Quadratmeter, +1 Prozent) blieb der Flächenumsatz in etwa auf Vorjahresniveau. In Düsseldorf wurde lediglich ein Abschluss von mehr als 5.000 Quadratmetern registriert und das Gros der Vermarktungsaktivität konzentrierte sich mit rund einem Drittel des Umsatzes auf die Kategorie zwischen 2.500 und 5.000 Quadratmeter. In Hamburg summierten sich fünf Großdeals auf einen Büroflächenumsatz von rund 57.000 Quadratmetern und damit auf über 50 Prozent des Gesamtumsatzes in Hamburg im ersten Quartal 2014.

Mieterseitig dominierten im ersten Quartal 2014 vor allem Unternehmen aus dem Sektor Technologie, Medien, Telekommunikation (TMT-Sektor) mit 101.700 Quadratmetern, dem Handel mit 96.600 Quadratmetern, der verarbeitenden Industrie mit 80.300 Quadratmetern sowie Finanzdienstleister und Versicherungsunternehmen mit 58.200 Quadratmetern.

Leichter Leerstandsabbau
Die Leerstandsraten in den Top 5-Märkten blieben in etwa auf Vorjahresniveau. Im Durchschnitt stehen 9,7 Prozent oder 6,78 Millionen Quadratmeter Büroflächen leer. Gegenüber dem Vorquartal konnte der Leerstand um knapp 97.000 Quadratmeter abgebaut werden. Vor allem in Düsseldorf und Frankfurt gingen die Leerstandsraten infolge des sehr geringen Anteils spekulativ errichteter Büroflächen und Umnutzungsmaßnahmen der leerstehenden Objekte in Wohnraum weiter nach unten. „Die Dynamik des Leerstandabbaus dürfte sich langsam abschwächen. Auch wenn das Angebot von modernen und effizienten Büroflächen angesichts einer weiterhin moderaten Fertigstellungspipeline vor allem in den zentralen Innenstadtlagen einen Engpass darstellt“, sagt Jan Linsin, Head of Research bei CBRE Deutschland.


Steigende Spitzenmieten in Düsseldorf und München
Gegenüber dem ersten Quartal 2013 konnte bei den Spitzenmieten im Durchschnitt der Top 5-Büromärkte ein leichtes Plus von 1,5 Prozent registriert werden. In Berlin, Frankfurt und Hamburg blieben die erzielbaren Spitzenmieten im ersten Quartal 2014 stabil. In München und Düsseldorf zeigten sich die Spitzenmieten im Jahresvergleich mit einem Anstieg von rund fünf beziehungsweise sechs Prozent dynamischer.
Ein noch stärkerer Zuwachs konnte bei den gewichteten Durchschnittsmieten in Frankfurt und München festgestellt werden. Hier betrug der Zuwachs 9,2 beziehungsweise 7,2 Prozent und dokumentiert Linsin zufolge den Trend zu modernen, höherpreisigen Flächen in den zentralen Innenstadtlagen. Auch in Hamburg legte die durchschnittliche Marktmiete um 1,7 Prozent zu. Lediglich in Berlin und Düsseldorf tendierte diese etwas schwächer.

Ausblick
„Die Aussichten für den weiteren Jahresverlauf sind für den deutschen Bürovermietungsmarkt angesichts der sehr guten konjunkturellen Rahmendaten und dem sich weiter aufhellenden Stimmungsbild der deutschen Wirtschaft sehr positiv. Der dynamische Auftakt im ersten Quartal sollte in den kommenden Monaten dafür sorgen, dass der Flächenumsatz im Gesamtjahr 2014 mit rund 2,5 Millionen Quadratmetern wieder deutlich über dem langfristigen Mittel liegen könnte“, prognostiziert Linsin. „Da in den letzten Jahren nur recht wenig neue Büroflächen dem Markt zugeführt wurden und die Projektentwicklungspipeline bis Ende 2016 mit rund 2,3 Millionen Quadratmetern bereits heute schon zu gut zwei Drittel vermietet beziehungsweise durch Eigennutzer belegt ist, rechnen wir vor allem im Spitzensegment mit weiter steigenden Mietpreisen.“

Die vollständige Pressemitteilung inkl. aller Abbildungen finden Sie in beigefügtem Dokument.


Ansprechpartner:
Carsten Ape
CBRE GmbH
Head of Agency Germany
+49 69 17 00 77 11
carsten.ape@cbre.com

Dr. Jan Linsin
CBRE GmbH
Head of Research Germany
+49 69 17 00 77 663
jan.linsin@cbre.com



Pressemitteilung

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Weitere Informationen zu CBRE
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