Frankfurt,
10
April
2017
|
09:58
Europe/Amsterdam

Positive Entwicklung des Frankfurter Bürovermietungsmarktes setzt sich auch im Jahr 2017 fort

  • Büroflächenumsatz von 110.100 Quadratmetern im ersten Quartal 2017
  • Weiterhin hohe Aktivität bei Umwidmungen von nicht mehr marktfähigenBüroflächen
  • Leerstandsrate sinkt auf 10,5 Prozent
  • Investitionsvolumen steigt um 20 Prozent

 

Am Frankfurter Bürovermietungsmarkt konnte nach dem starken Vorjahresergebnis auch im ersten Quartal des Jahres 2017 eine positive Entwicklung registriert werden. Mit 110.100 Quadratmetern lag der Büroflächenumsatz zwar knapp 18 Prozent unter dem vergleichbaren Vorjahreswert, allerdings wurden – anders als im Vorjahresquartal – auch keine Großtransaktionen mit über 10.000 Quadratmetern registriert. Ungeachtet dessen hat vor allem der anhaltend hohe Abgang von nicht mehr marktfähigen Büroflächen in großem Maße dazu geführt, dass sich die Leerstandsrate im Vergleich zum Vorquartal um 60 Basispunkte reduzierte. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Analyse des Immobilienberatungsunternehmens CBRE.

Banken und Finanzdienstleister bleiben zusammen mit Beratern die stärksten Nachfrager
Fast ein Viertel des Flächenumsatzes (26.200 Quadratmeter) innerhalb des ersten Quartals entfiel auf die Branchen Banken und Finanzdienstleister sowie Berater. Damit zeigt sich auch im neuen Jahr das traditionelle Bild bei den umsatzstärksten Branchen am Frankfurter Bürovermietungsmarkt. Dahinter folgen die Branchen Industrie/Bau mit 12.200 Quadratmetern (elf Prozent) sowie der TMT-Sektor mit 10.900 Quadratmetern (zehn Prozent). Auch Kanzleien spielen nach wie vor eine große Rolle am Vermietungsmarkt. Im Frankfurter Central Business District (CBD), der die Teilmärkte Bankenlage, Westend und Frankfurt City umfasst, wurde innerhalb des ersten Quartals ein Umsatz von 43.100 Quadratmetern erzielt – dies entspricht einem Anteil von gut 39 Prozent am gesamten Flächenumsatz des Frankfurter Büromarktes. Dahinter folgen die Teilmärkte Frankfurt Ost mit 14.400 Quadratmetern sowie der Teilmarkt Eschborn mit 14.100 Quadratmetern. Auf diese fünf Teilmärkte entfällt damit ein Anteil von rund 65 Prozent.

Alexander Riegel,  Co-Head of Office Leasing Frankfurt
Die Robustheit des Frankfurter Bürovermietungsmarktes, die in der Vergangenheit durch eine anhaltend hohe Anzahl an Transaktionen mit einer Fläche von bis zu 1.500 Quadratmetern in Erscheinung trat, hat auch im ersten Quartal dazu geführt, dass der Büroflächenumsatz ohne großvolumige Transaktionen mit einer Fläche von über 10.000 Quadratmetern auf einem hohem Niveau lag. Mit 53.400 Quadratmetern entfiel fast die Hälfte des Flächenumsatzes auf die Größenklassen bis 1.500 Quadratmeter.
Alexander Riegel, Co-Head of Office Leasing Frankfurt
Carsten Ape, Head of Office Leasing Germany
Die guten ökonomischen Rahmenbedingungen und die standortspezifischen Qualitäten sorgen am Frankfurter Bürovermietungsmarkt zudem auch ohne Brexit-induzierte Transaktionen für eine hohe Nachfrage nach Büroflächen. Allerdings wurde in der Finanzmetropole Frankfurt seit Anfang des Jahres auch eine Vielzahl an konkreten Gesuchen von Banken und Finanzdienstleistern aus London verzeichnet. Für die Zeit nach dem Ausstieg des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union müssen sich diese Unternehmen um einen Zugang zum europäischen Binnenmarkt bemühen, weswegen wir mit konkreten Anmietungsentscheidungen innerhalb der kommenden zwölf Monate rechnen.
Carsten Ape, Head of Office Leasing Germany

Büroflächenbestand und -leerstand erneut rückläufig
Alleine im ersten Quartal 2017 wurden insgesamt rund 92.100 Quadratmeter an nicht mehr zeitgemäßen Büroflächen abgerissen oder einer anderen Nutzungsart zugeführt. Diesem hohen Abgang stand in den ersten drei Monaten ein Fertigstellungsvolumen von 25.400 Quadratmetern gegenüber. Der Büroflächenbestand hat sich im Zuge dieser Entwicklungen auf 11,4 Millionen Quadratmeter reduziert. Entsprechend gab die Leerstandsrate im gesamten Marktgebiet im Jahresvergleich um 130 Basispunkte auf 10,5 Prozent nach. Im CBD sind es aktuell 9,0 Prozent – Tendenz weiter sinkend.

Die gewichtete Durchschnittsmiete konnte im Frankfurter Büromarktgebiet im Vergleich zum Vorjahr leicht um 0,8 Prozent zulegen und belief sich am Ende des Quartals auf 18,58 Euro pro Quadratmeter pro Monat. „Dieser Anstieg ist vor allem auf die anhaltend hohe Nachfrage nach Büroflächen in den zentralen Teilmärkten des CBD zurückzuführen, in denen vorrangig hochpreisige und erstklassig ausgestattete Büroobjekte vorzufinden sind“, erklärt Ape. Die Spitzenmiete blieb von der hohen Nachfrage in den zentralen Teilmärkten noch unberührt und lag auch am Ende des ersten Quartals bei 39,50 Euro pro Quadratmeter pro Monat.

Bis zum Jahresende 2017 befinden sich aktuell rund 131.600 Quadratmeter Bürofläche in der Fertigstellungspipeline, wovon dem Markt nur noch 39.600 Quadratmeter oder 30 Prozent zur Verfügung stehen. Auch von den 377.000 Quadratmetern Bürofläche, die im gesamten Zeitraum bis Ende 2019 realisiert werden, ist bereits knapp die Hälfte vom Markt absorbiert worden.

Dr. Jan Linsin, Head of Research Germany
Das überschaubare Volumen an spekulativen Büroflächen in der Fertigstellungspipeline sorgt in Verbindung mit dem anhaltend hohen Abgang von obsoleten Flächen zu einer Straffung des Flächenangebots, wodurch sich der Leerstand in den folgenden Quartalen weiterhin sukzessive reduzieren wird. Die anhaltend hohe Nachfrage nach hochwertigen und effizienten Büroflächen wird im Zeitverlauf darüber hinaus zu einer Angebotsknappheit bei Projektentwicklungen führen. Dadurch wird sich zum einen der Leerstand in den erstklassig ausgestatteten Bestandsobjekten weiter reduzieren und zum anderen ist mit einem weiteren Anstieg der Spitzenmieten zu rechnen.
Dr. Jan Linsin, Head of Research Germany

Transaktionsvolumen am Frankfurter Investmentmarkt 20 Prozent über Vorjahresniveau
Der Frankfurter Investmentmarkt für Gewerbeimmobilien, auf dem im Vorjahr mit 6,3 Milliarden Euro das zweitbeste Resultat seit Aufzeichnungsbeginn verzeichnet wurde, ist dynamisch in das neue Jahr gestartet. Mit einem registrierten Transaktionsvolumen von 821 Millionen Euro wurde auch ohne jegliche großvolumige Transaktionen der Größenklasse über 100 Millionen Euro das Resultat des Vorjahresquartals um rund 20 Prozent übertroffen. Mit einem Volumen von 771 Millionen Euro oder einem Anteil von 94 Prozent entfiel der Großteil des Transaktionsvolumens auf Büroimmobilien.

Peer N. Neiser, Head of Investment Frankfurt
Das ungebrochen hohe Interesse an Büroimmobilien, das sowohl von nationalen als auch von internationalen Investoren ausgeht, wird zusätzlich durch die positiven Entwicklungen des Frankfurter Büromarktes stimuliert. Infolgedessen hat die Spitzenrendite im ersten Quartal um 20 Basispunkte nachgegeben und liegt bei nun 3,80 Prozent.
Peer N. Neiser, Head of Investment Frankfurt

Ausblick: Gute Aussichten für ein dynamisches Investmentjahr 2017
Für den weiteren Jahresverlauf ist mit einer anhaltend hohen Nachfrage nach zentral gelegenen und erstklassig ausgestatteten Büroflächen in etablierten Lagen zu rechnen. Die geringe Anzahl an spekulativ realisierten Flächen in der Fertigstellungspipeline wird das Angebot an Büroflächen zudem nicht signifikant ausweiten, wodurch auch der Leerstand in den Bestandsobjekten im Zeitverlauf weiter abnehmen wird. „Ungewiss ist nach wie vor das konkrete Ausmaß der Auswirkungen anstehender Brexit-Verhandlungen auf die Nachfrage am Frankfurter Bürovermietungsmarkt ausgehen wird. Innerhalb der kommenden zwölf Monate wird von ersten Anmietungsentscheidungen auszugehen sein“, erklärt Linsin, Head of Research bei CBRE in Deutschland. „Die gute Entwicklung des Frankfurter Büromarktes, die durch eine anhaltend hohe Flächennachfrage, sinkende Leerstände sowie ein ansteigendes Mietpreisniveau gekennzeichnet ist, lässt Frankfurter Büroimmobilien bei Investoren auch zukünftig hoch im Kurs stehen. Für den weiteren Jahresverlauf ist aus diesem Grund mit einer ungebrochen dynamischen Entwicklung am Frankfurter Investmentmarkt zu rechnen, wobei diese nur durch die Produktverfügbarkeit limitiert wird“, ergänzt Neiser.

Büromarkt Frankfurt: Büroflächenumsatz (inkl. Eigennutzungen) und Leerstandsrate

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: CBRE Research, Q1 2017.

Transaktionsvolumen, Nettoanfangsrendite & Rendite 10-j. Bund 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: CBRE Research, Q1 2017.

Ansprechpartner:
Carsten Ape
CBRE GmbH
Head of Office Leasing Germany
+49 69 17 00 77 11
carsten.ape@cbre.com

Peer N. Neiser
CBRE GmbH
Head of Investment Frankfurt
+49 69 17 00 77 44
peer.neiser@cbre.com

Alexander Riegel
CBRE GmbH
Co-Head of Office Leasing Frankfurt
+49 69 17 00 77 675
alexander.riegel@cbre.com

Dr. Jan Linsin
CBRE GmbH
Head of Research Germany
+49 69 17 00 77 663
jan.linsin@cbre.com

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Weitere Informationen zu CBRE:
CBRE Group, Inc. (NYSE:CBG), das Fortune 500- und S&P 500-Unternehmen mit Hauptsitz in Los Angeles, Kalifornien, ist das - in Bezug auf den Umsatz im Geschäftsjahr 2016 - weltweit größte Dienstleistungsunternehmen auf dem gewerblichen Immobiliensektor. Mit über 75.000 Mitarbeitern in über 450 Büros weltweit (exklusive Beteiligungsgesellschaften und Verbundunternehmen) steht CBRE Investoren und Nutzern von gewerblichen Immobilien bei allen Aspekten rund um die Immobilie zur Seite. CBRE bietet ein breites Spektrum integrierter Dienstleistungen, darunter Gebäude-, Transaktions-, und Projektmanagement, Anlagenmanagement, Bewertung, Gebäudevermietung, strategische Beratung, Verkauf, Hypothekendienstleistungen sowie Entwicklungsdienstleistungen. Seit 1973 ist CBRE Deutschland mit seiner Zentrale in Frankfurt am Main vertreten, weitere Niederlassungen befinden sich in Berlin, Düsseldorf, Essen, Hamburg, Köln, München, Nürnberg und Stuttgart. www.cbre.de

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photo:Sabine Madaus
Sabine Madaus
Head of Marketing Germany
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