Frankfurt,
06
Januar
2017
|
15:28
Europe/Amsterdam

Frankfurter Bürovermietungsmarkt mit bestem Gesamtjahresergebnis seit 2007

  • Büroflächenumsatz 2016 mit 546.400 Quadratmetern rund 36 Prozent über Vorjahresniveau
  • Spitzenmiete stabil bei 39,50 Euro pro Quadratmeter pro Monat
  • Leerstandsrate sinkt auf rund elf Prozent

Die im bisherigen Jahresverlauf zu beobachtende dynamische Entwicklung des Frankfurter Bürovermietungsmarktes hat sich auch im letzten Quartal fortgesetzt. Das vierte Quartal war mit einem registrierten Umsatz von rund 189.600 Quadratmetern das mit Abstand stärkste des Jahres. Aufgrund der guten Nachfrageentwicklung konnte in der Mainmetropole mit insgesamt 546.400 Quadratmetern das beste Jahresergebnis seit 2007 erzielt werden. Einen maßgeblichen Anteil an diesem Ergebnis hatten Transaktionen mit einer Größe von über 5.000 Quadratmetern, die über 30 Prozent des gesamten Umsatzvolumens ausmachten. Die Leerstandsrate sank aufgrund der sehr positiven Entwicklungen im Vergleich zum Vorjahr um einen Prozentpunkt und liegt nun bei 11,1 Prozent. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Analyse des Immobilienberatungsunternehmens CBRE.

Alexander Riegel,  Co-Head of Office Leasing Frankfurt
Alleine im vierten Quartal wurden sechs Transaktionen der Größenklasse über 5.000 Quadratmeter registriert, die einen Anteil von gut 45 Prozent am sehr guten Quartalsergebnis ausmachen. Diese Abschlüsse haben zusätzlich dazu geführt, dass der im Vorfeld prognostizierte Jahresumsatz merklich übertroffen wurde.
Alexander Riegel, Co-Head of Office Leasing Frankfurt

Finanzbranche und Berater bleiben die größten Nachfragegruppen
Ein gewohntes Bild zeigt sich bei der Betrachtung der umsatzstärksten Branchen: Mit gut 31 Prozent ist der größte Anteil des Umsatzes 2016 auf Banken und Finanzdienstleister sowie Berater zurückzuführen. Allerdings ist der mit Abstand größte Abschluss des Jahres einer anderen Branche zuzuordnen: Die Anmietung der Deutschen Bahn/DB Netz AG in der Projektentwicklung Grand Central im Teilmarkt Bahnhofsviertel war mit rund 45.000 Quadratmetern der größte Abschluss des gesamten Jahres. „Dieser Abschluss zeigt das hohe Interesse an zentral gelegenen und sehr gut angebundenen Büroflächen sowie das Interesse, Flächen innerhalb des Stadtgebietes zu konzentrieren“, erklärt Riegel. Alleine in den zentralen Teilmärkten des CBD wurden mit insgesamt 212.000 Quadratmetern rund 39 Prozent des gesamten Umsatzes im Jahr 2016 registriert. Mit einem Anteil von gut 51 Prozent sind, ungeachtet der Vielzahl an großflächigen Transaktionen, etwas mehr als die Hälfte des Umsatzes 2016 auf die Größenklassen von bis zu 2.500 Quadratmetern zurückzuführen.

Durchschnittsmiete zieht im vierten Quartal spürbar an
Im Vergleich zum Vorquartal konnte die gewichtete Durchschnittsmiete um 5,7 Prozent zulegen und liegt nun bei 19,09 Euro pro Quadratmeter pro Monat. Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Anstieg von gut 1,1 Prozent. „Eine Vielzahl von Abschlüssen in den zentral gelegenen und hochpreisigen Teilmärkten sowie mehrere großvolumige Abschlüsse in Neubauprojekten haben innerhalb des vierten Quartals zu einem spürbaren Anstieg der Durchschnittsmiete geführt“, erklärt Riegel. Trotz der hohen Nachfrage des letzten Quartals bleibt die erzielbare Spitzenmiete allerdings weiterhin stabil bei 39,50 Euro pro Quadratmeter pro Monat.

Büroflächenbestand und -leerstand rückläufig
Der Büroflächenbestand ist im Vergleich zum Vorjahr, trotz eines Fertigstellungsvolumens von rund 179.200 Quadratmetern innerhalb des gesamten Jahres, um 38.500 Quadratmeter zurückgegangen und beträgt nun 11,48 Millionen Quadratmeter.

Dr. Jan Linsin, Head of Research Germany
Dieser Rückgang ist vor allem auf die stetige Umnutzung und den Abriss von nicht mehr marktfähigen Büroflächen zurückzuführen.
Dr. Jan Linsin, Head of Research Germany

In Kombination mit dem sehr guten Jahresergebnis hat diese Entwicklung dazu geführt, dass das Leerstandsvolumen und damit auch die Leerstandsrate im Vergleich zum Vorjahr spürbar zurückgegangen sind. Am Ende des vierten Quartals betrug das Leerstandsvolumen 1,28 Millionen Quadratmeter, was einer Leerstandsrate von 11,1 Prozent entspricht.

Für den Zeitraum bis zum Ende des Jahres 2019 werden voraussichtlich rund 405.000 Quadratmeter Bürofläche fertigstellt, wovon dem Markt aktuell noch rund 249.000 Quadratmeter zur Verfügung stehen. Etwa die Hälfte der gesamten Bürofläche wird dabei in den zentralen Teilmärkten des CBD realisiert. „Wir erwarten, dass der Nachfragetrend zu hochwertigen und effizienten Flächen weiter anhalten wird. Die Umwidmung von obsoleten Büroflächen, vor allem in Wohnraum, wird zudem dafür sorgen, dass mittelfristig die Leerstandsrate unter die Zehn-Prozent-Marke fällt“, so Linsin.

Ausblick: Gute Aussichten für das neue Jahr
Für das Jahr 2017 ist mit einer anhaltend hohen Nachfrage nach erstklassigen Büroflächen in zentraler Lage zu rechnen. Die moderate Anzahl an verfügbaren Büroflächen in der Fertigstellungspipeline wird dabei nicht zu einer übermäßigen Ausweitung des Angebots führen, was den Druck auf die Spitzenmiete weiterhin erhöht.

Carsten Ape, Head of Office Leasing Germany
Zusätzlich können die für 2017 erwarteten Verhandlungen über den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union zu einem Anstieg der Nachfrage nach Büroflächen in Frankfurt führen, was angesichts des limitierten Angebots an hochwertigen Büroflächen zu tendenziell weiter steigenden Spitzenmiete führen und dadurch die Realisierung von potentiellen Projekten beschleunigen könnte.
Carsten Ape, Head of Office Leasing Germany

 

Ansprechpartner:

Carsten Ape
CBRE GmbH
Head of Office Leasing Germany
+49 69 17 00 77 11
carsten.ape@cbre.com

 

Dr. Jan Linsin
CBRE GmbH
Head of Research Germany
+49 69 17 00 77 663
jan.linsin@cbre.com

 

Alexander Riegel
CBRE GmbH
Co-Head of Office Leasing Frankfurt
+49 69 17 00 77 675
alexander.riegel@cbre.com

 

 

Textbaustein

Weitere Informationen zu CBRE:
CBRE Group, Inc. (NYSE:CBG), das Fortune 500- und S&P 500-Unternehmen mit Hauptsitz in Los Angeles, Kalifornien, ist das – in Bezug auf den Umsatz im Geschäftsjahr 2015 – weltweit größte Dienstleistungsunternehmen auf dem gewerblichen Immobiliensektor. Mit über 70.000 Mitarbeitern in über 400 Büros weltweit (exklusive Beteiligungsgesellschaften und Verbundunternehmen) steht CBRE Investoren und Nutzern von gewerblichen Immobilien bei allen Aspekten rund um die Immobilie zur Seite. CBRE bietet ein breites Spektrum integrierter Dienstleistungen, darunter Gebäude-, Transaktions-, und Projektmanagement, Anlagenmanagement, Bewertung, Gebäudevermietung, strategische Beratung, Verkauf, Hypothekendienstleistungen sowie Entwicklungsdienstleistungen. Seit 1973 ist CBRE Deutschland mit seiner Zentrale in Frankfurt am Main vertreten, weitere Niederlassungen befinden sich in Berlin, Düsseldorf, Essen, Hamburg, Köln, München, Nürnberg und Stuttgart. www.cbre.de