Berlin,
06
Juli
2016

Berliner Rekordumsatz von über 400.000 Quadratmetern im ersten Halbjahr

  • Büroflächenumsatz um 17 Prozent gegenüber Vorjahreszeitraum angestiegen
  • Stärkstes erstes Halbjahr seit Aufzeichnungsbeginn
  • Spitzenmiete steigt um 13 Prozent auf 26,00 Euro pro Quadratmeter und Monat
  • Gewichtete Durchschnittsmiete bei 15,34 Euro – Anstieg um fünf Prozent im Jahresvergleich
  • Leerstandsrate erreicht Sechs-Prozent-Marke

 

Der Berliner Büromarktstandort ist gefragt wie nie. Unter den deutschen Top 5-Standorten liegt Berlin beim Flächenumsatz vor München und Hamburg auf Platz Eins. Im ersten Halbjahr wurden insgesamt 407.500 Quadratmeter umgesetzt, 180.100 Quadratmeter davon im zweiten Quartal. Dies stellt aktuell das umsatzstärkste erste Halbjahr seit Aufzeichnungsbeginn dar, das 17 Prozent über dem Wert des vergleichbaren Vorjahreszeitraumes lag. Der zehnjährige Halbjahresdurchschnitt wurde um 56 Prozent übertroffen. Dies ist ein Ergebnis einer aktuellen Analyse des Immobilienberatungsunternehmens CBRE.

Wichtigste Teilmärkte mit einem kumulierten Umsatzanteil von 50 Prozent sind City-Ost und City-West. Die Premiumlagen AAA City-Ost und Potsdamer Platz/Leipziger Platz haben mit zwölf Prozent respektive zehn Prozent ebenfalls einen wichtigen Anteil am Halbjahresumsatz.

TMT-Sektor treibt weiterhin Büroflächenumsatz an
Der TMT-Sektor (Technologie, Medien und Telekommunikation) ist ein wichtiges Standbein der Berliner Wirtschaft. Fast ein Drittel (29 Prozent) des Büroflächenumsatzes verbuchte dieser aufstrebende Wirtschaftszweig im ersten Halbjahr auf sich.

Matthias Hauff, Head of Agency Berlin
Die hohe Nachfrage aus dem TMT-Sektor entfällt auf die typischen Berliner Loft-Flächen in den entsprechend szenigen Teilen Berlins, vor allem in Kreuzberg, Mitte und Prenzlauer Berg. Hier fanden auf die Fläche bezogen 42 Prozent der Anmietungen statt. 73 Prozent der Anmietungen entfielen auf kleinere Flächen von bis zu 1.000 Quadratmeter und spiegeln somit meist die Frühphasen von Start-up-Unternehmen aus dem Tech-Sektor wider.
Matthias Hauff, Head of Agency Berlin

Die größten Umsatztreiber der ersten Jahreshälfte waren das Bundesministerium für Gesundheit mit knapp 29.000 Quadratmeter in der Mauerstraße, die KMPG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in der Europacity und die Einstein Stiftung Berlin im historischen Robert-Koch-Forum.

Spitzenmiete steigt im Ostteil der Stadt um 13 Prozent
Berlin setzt bei der Spitzenmiete unter Deutschlands Top-Büromarktstandorten seine Aufholjagd weiter fort. Nachdem Berlin lange Zeit die niedrigste Spitzenmiete der Top 5-Standorte verzeichnete, liegt die Bundeshauptstadt nun vor Hamburg – mit weiter steigender Tendenz. Der stärkste Mietpreisanstieg vollzieht sich derzeit im Ostteil der Stadt. Die Spitzenmiete stieg innerhalb eines Quartals um einen Euro auf 26,00 Euro pro Quadratmeter pro Monat durch hochpreisige Anmietungen am Potsdamer Platz. Im Vorjahresvergleich bedeutet dies einen Anstieg der Berliner Spitzenmiete um 13 Prozent. Auch in den peripheren Teilmärkten sind Anstiege der Spitzenmieten zu verzeichnen.

Die gewichtete Durchschnittsmiete folgt dem positiven Trend mit einem Plus von über fünf Prozent auf nunmehr 15,34 Euro pro Quadratmeter und Monat. „Die enorm große Nachfrage kann durch die andauernde Flächenknappheit nicht restlos befriedigt werden, die sich wiederum als extrem preistreibend auswirkt. Zurzeit kann der Potsdamer Platz mit seinen Flächenreserven die Nachfrage im Premiumsegment bedienen“, so Hauff. Gegenüber dem Vorjahr verzeichnete unter den zentralen Teilmärkten die Premiumlage Potsdamer Platz/Leipziger Platz mit fast 19 Prozent den steilsten Anstieg auf durchschnittlich knapp 23 Euro pro Quadratmeter.

Leerstandsrate sinkt um 1,5 Prozentpunkte
In Berlin ist die Leerstandsrate innerhalb eines Jahres um 1,5 Prozentpunkte gesunken und liegt nun bei sechs Prozent. In den innerstädtischen, stark nachgefragten Teilmärkten liegt der Anteil leerstehender Flächen teilweise auf Höhe der marktneutralen Fluktuationsreserve.

„Aufgrund der niedrigen spekulativen Bautätigkeit ist nicht mit einer kurzfristigen Entspannung auf dem Büromarkt zu rechnen. Nur gut ein Fünftel der 240.000 Quadratmeter, die in der zweiten Jahreshälfte 2016 fertiggestellt werden, sind dem Markt noch als anmietbare Flächen zugänglich“, sagt Hauff. Gut 400.000 Quadratmeter der bis Ende 2018 nach aktuellem Stand für den Erstbezug verfügbaren 850.000 Quadratmeter haben bisher noch keinen Mieter. Es ist jedoch davon auszugehen, dass angesichts der guten Fundamentaldaten der Berliner Wirtschaft und des aufstrebenden büroaffinen Dienstleistungssektors ein Großteil der Flächen noch vor der Fertigstellung vermietet sein wird. „Zwar wurden im zweiten Quartal dieses Jahres 115.000 Quadratmeter fertiggestellt, doch sind hiervon 100.000 Quadratmeter auf den Neubau des Bundesnachrichtendienstes zurückzuführen, der nach und nach bis zum Ende des Jahres bezogen wird. Der marginale Rest von 15.000 Quadratmetern steht in keinem Verhältnis zu der derzeitigen enormen Flächennachfrage“, so Hauff weiter.

Ausblick: Ein weiteres Rekordjahr
Aufgrund der niedrigen spekulativen Fertigstellungen im laufenden Jahr und der sich positiv entwickelnden Berliner Wirtschaft ist mit einer weiteren Flächenverknappung und damit einer sinkenden Leerstandsrate deutlich unter die Sechs-Prozent-Marke zu rechnen.

Dr. Jan Linsin, Head of Research
Das phänomenale erste Halbjahr hat gezeigt, dass nach 2015 ein weiteres Rekordjahr bis zum Jahresende realistisch ist. Der Anstieg der Spitzenmiete hat seinen Höhepunkt noch nicht erreicht. In Folge der Flächenverknappung wird sich der steigende Mietpreistrend, der in fast allen Lagen zu beobachten ist, fortsetzen
Dr. Jan Linsin, Head of Research

„Die zweite Jahreshälfte knüpft nahtlos an die erste an und auch die Erwartungen für das begonnene dritte Quartal sind sehr optimistisch. So stehen allein zwei von CBRE begleitete Mietvertragsabschlüsse mit insgesamt 14.000 Quadratmetern zum Berliner Spitzenmietzins kurz vor der Unterzeichnung. Diese äußerst spannenden Projekte befinden sich in der City-West und der City-Ost. Potentielle Mieter sind jeweils erfolgreiche internationale Unternehmen. Somit wird das positive Image Berlins als trendsetzende Hauptstadt weiter untermauert“, sagt Hauff.

„Wie sich der geplante Brexit auf den Berliner Markt, insbesondere den TMT-Sektor mit seiner Start-up und Fintech-Szene auswirken wird, ist derzeit noch nicht wirklich abzusehen. Berlin befindet sich im harten Wettbewerb mit starken deutschen Zentren wie Frankfurt, München und Hamburg, aber auch mit Städten der anderen EU-Mitgliedsstaaten, vor allem mit Amsterdam, Dublin, Luxemburg oder Paris – und weiterhin auch London“, ergänzt Linsin.

 

 

Ansprechpartner:

Matthias Hauff
CBRE GmbH
Head of Agency Berlin
+49 30 72 61 54 201
matthias.hauff@cbre.com

Dr. Jan Linsin
CBRE GmbH
Head of Research Germany
+49 69 17 00 77 663
jan.linsin@cbre.com

 

 

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Weitere Informationen zu CBRE:
CBRE Group, Inc. (NYSE:CBG), das Fortune 500- und S&P 500-Unternehmen mit Hauptsitz in Los Angeles, Kalifornien, ist das - in Bezug auf den Umsatz im Geschäftsjahr 2014 - weltweit größte Dienstleistungsunternehmen auf dem gewerblichen Immobiliensektor. Mit über 70.000 Mitarbeitern in über 400 Büros weltweit (exklusive Beteiligungsgesellschaften und Verbundunternehmen) ist CBRE Immobiliendienstleister für Eigentümer, Investoren und Nutzer von gewerblichen Immobilien. Die Dienstleistungsschwerpunkte umfassen die Bereiche Capital Markets, Vermietung, Valuation, Corporate Services, Research, Retail, Investment Management, Property- und Project-Management sowie Building Consultancy. Seit 1973 ist CBRE Deutschland mit seiner Zentrale in Frankfurt am Main vertreten, weitere Niederlassungen befinden sich in Berlin, Düsseldorf, Essen, Köln, Hamburg, München, Nürnberg und Stuttgart. www.cbre.de

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